{"id":1172,"date":"2013-12-29T18:31:15","date_gmt":"2013-12-29T17:31:15","guid":{"rendered":"http:\/\/photo.zakkinen.net\/?p=1172"},"modified":"2021-03-11T11:17:19","modified_gmt":"2021-03-11T10:17:19","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/photo.zakkinen.net\/en\/korrektur-von-kontrast-und-farbstich-mit-gradationskurven\/","title":{"rendered":"","raw":""},"content":{"rendered":"","protected":false,"raw":""},"excerpt":{"rendered":"","protected":false,"raw":""},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_de_post_content":"Ich lese gerade ein Buch von <a title=\"Vincent Versace Photography\" href=\"http:\/\/www.versacephotography.com\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vincent Versace<\/a> namens <strong>Welcome to Oz 2.0<\/strong>. Schon das erste Kapitel hat mich m\u00e4chtig zum Gr\u00fcbeln gebracht. Ich mag seinen Ansatz, das sorgf\u00e4ltige Vorgehen. Er macht erst einen Plan, stellt sich die Frage, warum er etwas tut, was er erreichen will, bevor er den gro\u00dfen Werkzeugkasten herausholt. Mit seiner Art der Farbstichkorrektur bin ich aber gar nicht einverstanden. Also habe ich mir das mal genauer angesehen und versucht, zu verstehen, was Photoshop wie tut und wie man das einsetzen kann.\r\n\r\nMeine Erkenntnisse kann man am einfachsten an einem simplen Beispiel nachvollziehen. Ein Photo ist herzlich ungeeignet, also habe ich mal etwas vorbereitet. In dem folgenden Beispielbild sieht man zwei Reihen Kreise. Die zweite Reihe ist das Original, der ersten Reihe wurde ein Farbstich gegeben und der Kontrast wurde reduziert. Aufgabenstellung ist nun, zu versuchen, mit Hilfe von Photoshop Gradationskurven das Bild m\u00f6glichst nahe an das Original zu bringen. Insofern ist die zweite Reihe auch das Ziel, da will ich hin. Die Originalkreise haben Grauwerte von 3%, 27%, 50%, 73% und 97%. Der Hintergrund ist 50% Grau, weshalb auch der mittlere Kreis in der zweiten Reihe verschwindet.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_1174\" align=\"aligncenter\" width=\"750\"]<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Fehlfarben-1.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-1174\" alt=\"Meine Aufgabenstellung\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Fehlfarben-1.jpg\" width=\"750\" height=\"290\" \/><\/a> Meine Aufgabenstellung[\/caption]\r\n\r\nDie Chancen f\u00fcr eine erfolgreiche Korrektur sind gut: ich wei\u00df etwas \u00fcber das Bild, das ich korrigieren soll, ich habe eine Referenz. Das ist wichtig, denn ansonsten bleibt eigentlich nur das Erraten des Zieles.\r\n<h2>Messen<\/h2>\r\nIrgendwo muss man anfangen. Ich fange an, indem ich daran glaube, dass mein Monitor gut kalibriert ist und einen gleichf\u00f6rmigen Grauverlauf zeigt, dass also das, was ich als RGB Werte der einzelnen Pixel messen kann, auch dem entspricht, was ich sehe. Letztendlich ist das aber auch egal, denn bei dem, was die Werkzeuge tun, geht es nur um die Werte, nicht um das, was ich sehe.\r\n\r\nAlso fange ich mit dem Messen an. Ich setze mit dem Pipetten-Werkzeug drei Farbmesspunkte. Dazu klicke ich mit gehaltener Umschalt-Taste auf die gew\u00fcnschten Stellen.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Messpunkte-1.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-1183\" alt=\"Messpunkte 1\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Messpunkte-1.png\" width=\"921\" height=\"719\" \/><\/a>Es ist zu erkennen, dass die Messwerte noch deutlich von den Zielwerten 3% Grau, 97% Grau und 50% Grau abweichen. Die gesetzten Messpunkte werden mir dazu dienen, meine Arbeit bei der Korrektur zu \u00fcberpr\u00fcfen.\r\n\r\nEine Anmerkung an dieser Stelle: eigentlich mache ich hier schon den ersten Fehler, denn ich \u00fcberpr\u00fcfe nur drei Stellen, in der stillschweigenden Hoffnung, das die Farb- und Helligkeitsfehler keiner allzu wilden Verteilung folgen. Bei realen Aufnahmen von modernen Digitalkameras kann man das \u00fcblicherweise voraussetzen, ohne allzu weit daneben zu liegen.\r\n<h2>Schwarzpunkt<\/h2>\r\nZun\u00e4chst soll der Schwarzpunkt korrigiert werden. Dazu lege ich eine Korrekturebene \u00fcber die bestehenden Ebenen. Ich w\u00e4hle die Gradationskurven, beschr\u00e4nke die Korrekturen gleich auf die darunterliegende Ebene, die mein Fehlerbild enth\u00e4lt, damit Hintergrund und Zielbild nicht beeinflusst werden.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-1176\" alt=\"Kurven 1\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1.png\" width=\"913\" height=\"723\" \/><\/a>Nun pr\u00fcfe ich als erstes den Zielwert f\u00fcr den Schwarzpunkt, die sogenannte Zieltiefenfarbe. Dazu mache ich einen Doppelklick auf das oberste der drei Pipetten-Symbole.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Zieltiefenfarbe.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-1173\" alt=\"Zieltiefenfarbe\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Zieltiefenfarbe.png\" width=\"600\" height=\"353\" \/><\/a>Das Ziel ist eingestellt auf 3% Grau, passt perfekt. Das Fenster kann wieder geschlossen werden.\r\n\r\nJetzt verwende ich die Umschalt-Feststellen-Taste, um meinen Mauszeiger in ein Fadenkreuz zu verwandeln, w\u00e4hle mit einem Einfachklick die obere Pipette aus. Mit einem Rechtsklick ins Bild \u00f6ffne ich das Kontextmen\u00fc, mit dem man die Gr\u00f6\u00dfe der Pipettenspitze ausw\u00e4hlen kann. Da echte Bilder fast immer ein leichtes Rauschen enthalten, halte ich es f\u00fcr sinnvoll, mehr als ein Pixel aufzunehmen und daraus den Mittelwert zu bilden, ich w\u00e4hle daher den 3x3 Pixel Durchschnitt.\r\n\r\nNun klicke ich einmal m\u00f6glichst genau auf meinen Farbmesspunkt 1. Hier in diesem Fall h\u00e4tte es nat\u00fcrlich gereicht, irgendwo in den Farbkreis zu klicken. Bei Fotos sind die Farbfl\u00e4chen jedoch meist nicht so sch\u00f6n gro\u00df und gleichf\u00f6rmig, da sollte man dann schon den vorher m\u00fchsam herausgesuchten Messpunkt genau treffen. Dabei hilft der Fadenkreuz-Mauszeiger.\r\n\r\nDas Ergebnis ist ein sch\u00f6ner schwarzer Kreis, wie gew\u00fcnscht. Interessanterweise zeigen die Messwerte, dass das Ziel von 3% (entspricht RGB 070707) nicht ganz getroffen wurde.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Messwerte-S1.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-1184\" alt=\"Messwerte S1\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Messwerte-S1.png\" width=\"273\" height=\"121\" \/><\/a>Warum wird klar, wenn man sich ansieht, was das Schwarzpunkt-Werkzeug getan hat. Dazu sehe ich mir die Kurven genauer an.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-1.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-1177\" alt=\"Kurven 1-1\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-1.png\" width=\"379\" height=\"441\" \/><\/a>Die wei\u00dfe Linie steht f\u00fcr die RGB-Summe, hier hat sich nichts ge\u00e4ndert, aber bei den Linien f\u00fcr die einzelnen Farben Rot, Gr\u00fcn und Blau. Hier sind die Fu\u00dfpunkte unterschiedlich weit nach rechts verschoben worden. Die Linien selber sind weiterhin gerade, haben aber in Folge eine st\u00e4rkere Steigung. Was hei\u00dft das?\r\n\r\nDie Linien stehen f\u00fcr eine \u00dcbersetzung eines alten Wertes (horizontale Achse) in einen neuen Wert (vertikale Achse). Alle Werte im Originalbild zwischen 0 und dem Fu\u00dfpunktwert werden auf 0 abgebildet, alle dar\u00fcber auf neue Werte gr\u00f6\u00dfer 0. Betrachten wir den Wert f\u00fcr Rot f\u00fcr den linken Kreis. Der alte Wert war 68, der neue ist 7, wie gew\u00fcnscht. Die \u00dcbersetzung erfolgt im Prinzip so, dass man auf der horizontalen Achse zur 68 geht, dann nach oben zur roten Linie, dann nach links zur vertikalen Achse und dort den neuen Wert 7 abliest. Wenn man den Mauszeiger \u00fcber den Kurven schweben l\u00e4sst, kann man die Werte als \u201eEingabe\u201c und \u201eAusgabe\u201c anzeigen lassen.\r\n\r\nBei Gr\u00fcn passt die \u00dcbersetzung nicht optimal. Das liegt daran, dass man den Fu\u00dfpunkt, wenn man mit 8bit Kurvenanzeige arbeitet, nicht genau genug verschieben kann, um den Punkt (67,6) mit der gr\u00fcnen Linie zu treffen. Ich versuche es noch mal, um zu zeigen, was ich meine. Dazu schalte ich um auf die Gr\u00fcn-Kurve, markiere den Fu\u00dfpunkt mit einem Mausklick und versuche, ich mit den Pfeiltasten so zu schieben, dass mein Messpunkt f\u00fcr Gr\u00fcn auch 7 meldet.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-2.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-1178\" alt=\"Kurven 1-2\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-2.png\" width=\"379\" height=\"437\" \/><\/a>Das gelingt mir leider nicht, ich erreiche wegen der erzwungenen Ganzzahligkeit des Eingabewertes nur entweder 6 oder 8.\r\n\r\nWas habe ich gelernt:\r\n<ul>\r\n\t<li>Die Schwarzpunkt-Pipette verschiebt den Fu\u00dfpunkt der Gradationskurve f\u00fcr jede Farbe einzeln so, dass bei der \u00dcbersetzung mit den entstehenden Kurven die gew\u00fcnschten Zielwerte f\u00fcr meine angeklickten Quellwerte m\u00f6glichst genau getroffen werden.<\/li>\r\n\t<li>Der Fu\u00dfpunkt legt den h\u00f6chsten Quellwert fest, dem noch der Zielwert 0 zugewiesen wird. Das ist nicht der Punkt, der sich aus den gemessenen Quellwerten und festgelegten Zielwerten ergibt, also nicht der angestrebte 3% Grau-Wert.<\/li>\r\n\t<li>Auch wenn ich den Zielwert f\u00fcr meinen Schwarzpunkt auf 3% Grau festgelegt habe, hei\u00dft das nicht, dass es im Bild nicht noch dunklere Punkte geben kann, die aber noch nicht vollst\u00e4ndig schwarz sein m\u00fcssen. Findet sich z.B. ein Punkt, der f\u00fcr Rot den Wert 64 hat, dann wird dieser den Zielwert 2 erhalten, nicht 0.<\/li>\r\n\t<li>Wenn mein Originalbild Punkte mit Quellwerten unterhalb des Fu\u00dfpunktes enth\u00e4lt, dann werden diese alle auf 0 gesetzt. Wenn es sich nur um einzelne Punkte oder kleine Fl\u00e4chen handelt, ist das vergleichsweise egal. In der Praxis hei\u00dft das aber meist, dass sich unsch\u00f6ne zusammenh\u00e4ngende Fl\u00e4chen bilden, die alle den Wert 0 haben. Man kann keine Details mehr erkennen, keine Struktur, keine sogenannte \u201eZeichnung\u201c, Diese Stellen bezeichnet man als \u201eabgesoffen\u201c.<\/li>\r\n<\/ul>\r\nIm Idealfall sind alle dunklen Fl\u00e4chen \u201edurchgezeichnet\u201c, das hei\u00dft, man kann \u00fcberall noch Strukturen erkennen. Das ist auch der Grund, warum ich als Zielwert f\u00fcr den Schwarzpunkt 3% Grau und nicht echtes Schwarz gew\u00e4hlt habe: ich verschaffe mir eine Reserve, die verhindert, dass sp\u00e4ter z.B. beim Druck die Tiefen nicht \u201ezulaufen\u201c.\r\n\r\nAnmerkung dazu: ich halte es in Abh\u00e4ngigkeit vom Inhalt des Bildes f\u00fcr durchaus in Ordnung, schwarze Fl\u00e4chen zu erzeugen. Wo kein Licht ist, kommt auch keins her. Die Entscheidung, ob man das macht oder nicht, muss man f\u00fcr jedes Bild treffen. Da, wo man Zeichnung haben will, da sollte es halt nicht nur schwarz sein.\r\n<h2>Wei\u00dfpunkt<\/h2>\r\nIm n\u00e4chsten Schritt mache ich analoge mit dem Wei\u00dfpunkt weiter. Ich lege den Zielwert auf 97% Grau fest, klicke dann mit der Wei\u00dfpunkt-Pipette in den rechten Kreis, der sofort wei\u00df erscheint.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-3.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-1179\" alt=\"Kurven 1-3\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-3.png\" width=\"906\" height=\"725\" \/><\/a>Auch hier wird der Zielwert nicht exakt getroffen, aber ich bin nah dran. Bemerkenswert ist, dass sich die Messwerte f\u00fcr das schwarze Feld ver\u00e4ndert haben. Das ist so, weil der Schwarzpunkt kein Ankerpunkt der Kurve ist. Beim Einstellen des Schwarzpunktes wurde der Fu\u00dfpunkt verschoben, so dass der gew\u00fcnschte Schwarzpunkt, oder besser 3%-Grau-Punkt, auf der Kurve zu liegen kommt. Nun wird auch noch der Kopfpunkt so verschoben, dass der Wei\u00dfpunkt getroffen wird. Ergebnis: die Kurve wird steiler. Sie beginnt aber immer noch beim selben Fu\u00dfpunkt, muss also den alten Schwarzpunkt verfehlen.\r\n\r\nDas kann dazu f\u00fchren, dass man sich einen neuen Farbstich einschleppt. Zum Gl\u00fcck kann ich leicht korrigieren indem ich den Vorgang f\u00fcr den Schwarzpunkt einfach noch mal ausf\u00fchre. Der Fu\u00dfpunkt wird noch mal angepasst, allerdings ist die \u00c4nderung an der Kurve diesmal so gering, dass sich f\u00fcr den Wei\u00dfpunkt nichts mehr gro\u00df \u00e4ndert.\r\n\r\nAls Ergebnis sind die \u00e4u\u00dferen Kreise optimal korrigiert, mit dem blo\u00dfen Auge vom Original nicht mehr zu unterscheiden. Die Graut\u00f6ne dazwischen leider sind noch nicht so schick.\r\n<h2>Mittelt\u00f6ne<\/h2>\r\nJetzt kommt die letzte Pipette zum Einsatz, die f\u00fcr die Mittelt\u00f6ne. Sie funktioniert anders als die beiden anderen. Bei Wei\u00df- und Schwarzpunkt werden Helligkeit, S\u00e4ttigung und Farbton der Quelle in die des Zieles \u00fcbersetzt, bei den Mittelt\u00f6nen spielt die Helligkeit der Quelle keine Rolle, nur Farbton und S\u00e4ttigung. Da ich aber den Farbstich der Mittelwerte korrigieren will und nicht den der Tiefen oder Lichter messen, verwende ich am Besten eine Quelle, die korrigiert m\u00f6glichst ein neutrales Mittelgrau haben soll. Es ist nicht entscheidend, welche Farbe diese Stelle in der farbstichigen Aufnahme hat, wichtig ist, dass sie in Natura neutral grau war. Im Beispiel ist das der mittlere Kreis.\r\n\r\nIch kontrolliere sicherheitshalber noch mal den Zielwert, der sollte hier ein 50% Grau sein, und klicke dann mit der Mittelwert-Pipette in den mittleren Kreis. Das Ergebnis ist zun\u00e4chst \u00fcberraschend.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-4.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-1180\" alt=\"Kurven 1-4\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-4.png\" width=\"907\" height=\"712\" \/><\/a>Was f\u00e4llt auf:\r\n<ul>\r\n\t<li>man kann den mittleren Kreis noch sehen. Wenn er wirklich auf Mittelgrau korrigiert worden w\u00e4re, m\u00fcsste er auf dem Hintergrund verschwinden.<\/li>\r\n\t<li>Die Werte des dritten Messpunktes sind alle deutlich gr\u00f6\u00dfer als 128 und deutlich unterschiedlich.<\/li>\r\n\t<li>Die beiden Kreise rechts und links der Mitte haben immer noch einen Farbstich, wenn auch weniger als vorher.<\/li>\r\n\t<li>Die Werte der Messpunkte 1 und 2 haben sich auch noch mal ge\u00e4ndert.<\/li>\r\n<\/ul>\r\nEs ist einfach zu verstehen, was jetzt passiert ist. Kopf- und Fu\u00dfpunkte der Kurven sind fest geblieben. Ungef\u00e4hr in der Mitte der Kurven ist je ein weiterer Ankerpunkt eingef\u00fcgt worden, mit diesen Punkten werden die Kurven in der Mitte verschoben, so dass sich am Messpunkt ein m\u00f6glichst neutrales Grau ergibt. Photoshop macht das mehr oder weniger erfolgreich, weder Helligkeit noch Farbton sind richtig gut getroffen.\r\n\r\nIm Prinzip kann ich manuell \u00fcber die Kurven korrigieren, indem ich die Mittelpunkte in zwei Richtungen solange verschiebe, bis die Werte passen. Dabei wird jedoch schnell klar, dass ich auch hier wegen der ganzzahligen Eingabewerte und seltsamen Verhaltens von Photoshop nie 100% treffen werde. Ich komme aber sehr nah ran und bin zufrieden.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-5.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-1181\" alt=\"Kurven 1-5\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-5.png\" width=\"907\" height=\"709\" \/><\/a>Jetzt gibt es drei Punkte pro Kurve, die im Normalfall nicht mehr auf einer Geraden liegen. Konsequenterweise hat die Kurve jetzt entweder einen Knick, oder sie wird gebogen. Letzteres passiert in Photoshop standardm\u00e4\u00dfig. Es ist nicht wichtig, zu wissen, wie das genau gemacht wird. Wichtig ist aber, dass \u2013 Knick oder Kurve \u2013 sich nat\u00fcrlich die Werte an den anderen Stellen bis auf Kopf- und Fu\u00dfpunkt auch \u00e4ndern. Mit etwas Pech stimmen die Werte f\u00fcr Schwarz und Wei\u00df jetzt wieder sichtbar nicht.\r\n\r\nWer jetzt glaubt, ich k\u00f6nnte rasch die Wei\u00df- und Schwarzpunkt-Pipetten verwenden, um Fu\u00df- und Kopfpunkt der Kurven noch zu optimieren, der liegt leider falsch. Diese beiden l\u00f6schen die mittleren Ankerpunkte, damit sind die angepassten Mittelwerte futsch. Weitere Feinabstimmungen m\u00fcssen daher ab hier manuell geschehen.\r\n\r\nImmer noch haben zwei der Kreise einen starken Stich. Der dunklere scheint zu blau, der hellere zu rot. Hier in diesem konstruierten Beispiel kann ich auch das noch korrigieren, indem ich weitere Ankerpunkte in die Kurven setze und diese weiter verbiege. Das ist hier aber auch noch vergleichsweise leicht, weil es ganz klare Referenzen gibt; ich wei\u00df, wie das Bild aussehen muss. Die Feinabstimmung gelingt nicht perfekt, aber schon sehr gut.\r\n\r\nWenn ich ehrlich bin, habe ich jetzt nur von drei auf f\u00fcnf Punkte erweitert, mich also etwas n\u00e4her herangetastet. Es k\u00f6nnte immer noch Ausrei\u00dfer zwischen den Punkten geben. Je mehr Referenzpunkte ich habe, desto besser wird das Ergebnis.\r\n\r\n<a href=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-6.png\"><img class=\"aligncenter size-full wp-image-1182\" alt=\"Kurven 1-6\" src=\"http:\/\/photo.zakkinen.net\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Kurven-1-6.png\" width=\"903\" height=\"717\" \/><\/a>Bei Photographien kann man zwei Wege gehen. Entweder man verwendet eine Grautafel mit bekannten Grauwerten, photographiert diese bei der gleichen Beleuchtung wie das eigentlich Motiv und erzeugt sich damit eine \u00dcbersetzungskurve, oder man verl\u00e4sst sich auf seine Erinnerung und versucht die Detailanpassungen \u201enach Gef\u00fchl\u201c. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, sich zu merken, welche Objekte oder Fl\u00e4chen des Originals wei\u00df, schwarz oder neutral grau waren, dann kann man zumindest die hier beschriebenen Schritte umsetzen. Au\u00dferdem macht man am Besten vorab schon einen Wei\u00dfabgleich, z.B. in Camera Raw oder Lightroom.\r\n\r\nIch habe hier den Prozess mit nur einer Korrekturebene gezeigt. Es gibt Photographen, wie eben auch Vincent Versace, die bis zu drei Ebenen \u00fcbereinander legen, eine f\u00fcr den Schwarzpunkt, eine f\u00fcr den Wei\u00dfpunkt, eine f\u00fcr die Mittelt\u00f6ne. Das kann allerdings nicht wirklich gut funktionieren und nur subjektiv zufriedenstellende Ergebnisse produzieren, weil die einzelnen Schritte des Prozesses, wie ich gerade gezeigt habe, nicht unabh\u00e4ngig voneinander sind. Die Schwarzpunkt-Einstellung funktioniert noch, aber schon die Ebene f\u00fcr den Wei\u00dfpunkt verschiebt das Ergebnis auch f\u00fcr den 3% Grau-Wert. Man kann nicht mehr unabh\u00e4ngig korrigieren, auch wenn die jeweiligen Autoren das behaupten. Ich lasse mich gern berichtigen, aber mein Eindruck ist, dass drei Ebenen nichts leichter machen. Was funktionieren kann ist eine Kombination von einer Ebene f\u00fcr Schwarz- und Wei\u00dfpunkt und einer weiteren f\u00fcr die Mittelt\u00f6ne. Es sei denn, die Abweichung in den mittleren T\u00f6nen ist so stark, dass dann die Kr\u00fcmmung der Kurven wiederum die 3% und 97% Punkte beeinflusst.\r\n\r\nIch werde versuchen, den Prozess in einem Folgeartikel noch einmal an einem Photo zu zeigen. Da wird klar werden, dass am Ende ganz andere Dinge wichtig sind als die technische Pr\u00e4zision der Farbstichkorrektur.","_de_post_name":"korrektur-von-kontrast-und-farbstich-mit-gradationskurven","_de_post_excerpt":"","_de_post_title":"Korrektur von Kontrast und Farbstich mit Gradationskurven","_en_post_content":"","_en_post_name":"","_en_post_excerpt":"","_en_post_title":"","edit_language":"en","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[448],"tags":[],"class_list":["post-1172","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-methoden"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p2DYS2-iU","jetpack_likes_enabled":false,"jetpack-related-posts":[{"id":1725,"url":"https:\/\/photo.zakkinen.net\/en\/frequency-separation\/","url_meta":{"origin":1172,"position":0},"title":"Frequency Separation","author":"zakkinen","date":"31. 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